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Adolph Kolping Gedenktag 2018

Kolpingfamilie Glandorf gedenkt des Todestages Adolf Kolpings in der Kolpingmesse am 2. Advent

Die Kolpingfamilie Glandorf gedenkt des katholischen Priesters und Sozialreformers anlässlich seines Todestages am 4. Dezember 1865.
Was hat das Wirken des am 8. Dezember 1813 in Kerpen geborenen Adolf Kolping ausgezeichnet ?
Hieraus entstand jedenfalls das internationale Kolpingwerk, welches inzwischen in 62 Ländern dieser Erde aktiv ist und allein im letzten Jahr 172 Hilfsprojekte in 40 Ländern unterstützt hat.  Allein im Kolpingwerk Deutschland als Teil des internationalen Kolpingwerkes sind über 2.400 Kolpingfamilien mit mehr als 234.000 Mitgliedern vertreten.  

Adolf Kolping stammte aus ärmlichen Verhältnissen, arbeitete viele Jahre als Schuhmachergeselle und wechselte nach seinem Theologiestudium in den Priesterstand – mit weitreichenden Folgen: er wurde Wegbereiter für die katholische Sozialbewegung und Vorbild für uns heute. Er gründete 1849 in Köln den ersten katholischen Gesellenverein als Folge des Elends der Arbeiter im gesellschaftlichen Wandel der Industrialisierung.  Die Handwerksburschen verloren durch den Zusammenbruch des Zunftwesens ihren sozialen Halt. Durch das Wirken des Gesellenvereins erkannte Kolping ein geeignetes Mittel zur Bewältigung sozialer Probleme. Innerhalb kurzer Zeit verbreitete sich die Idee der Selbst- und Gemeinschaftshilfe bis an die Grenzen Europas und nach Übersee.

Am 27.10.1991 wurde Adolf Kolping in Rom von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Seine sterblichen Überreste befinden sich heute in der Minoritenkirche in Köln.

Das Kolpingwerk versteht sich heute als katholischer Sozialverband zur Förderung des Bewusstseins für verantwortliches Leben und solidarisches Handeln zum Wohle der Gesellschaft.


Auch die Kolpingfamilie Glandorf sieht es daher als ihre Aufgabe an, sich nicht nur für die Belange der eigenen Mitglieder einzusetzen. Sie engagiert sich mit ihren Veranstaltungen und Aktivitäten, um das gesellschaftliche Leben auch innerhalb der Gemeinde zu fördern. Beispiele hierfür sind u.a. die Organisation der Blutspendetermine, die Durchführung der Gebrauchtkleidersammlungen, die große Kolping-Elferratssitzung oder die Koordination des St.-Martinumzugs. Ganz nach dem Kolpingleitbild „Verantwortlich leben – solidarisch handeln“.
Alle weiteren Informationen können Sie unserer Homepage „www.kolping-glandorf.de“ entnehmen.

Alte Handys für einen guten Zweck


Alte Handys für einen guten Zwe
ck – Sammelaktion des Kolpingwerkes und des katholischen Hilfswerks missio

Zurzeit befinden sich in deutschen Haushalten ca. 124 Millionen nicht mehr genutzte Handys und mit Ihnen wertvolle Minerale und Metalle wie Gold, Kupfer und Coltan. 41 Handys enthalten zusammen ca. 1 Gramm Gold. Dafür müssen in den Goldminen 1.000 Kilogramm Golderz geschürft und anschließend verarbeitet werden. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit ist es daher notwendig, die Althandys wieder zu verwerten.

Ein weiterer wichtiger Grund sind die erheblichen Menschenrechtsverletzungen insbesondere im Kongo, unter denen in den Minen des rohstoffreichen Landes die wertvollen Stoffe geschürft werden. Rebellengruppen zwingen Menschen, die Rohstoffe für sie abzubauen. Die Erlöse werden dann  für Waffenkäufe verwendet.
Selten besteht eine so große Diskrepanz zwischen der heilen Welt der Smartphone-Werbung und der Menschrenrechtssituation in den Abbaugebieten.

Die Schumacher und von Pidoll GbR ist der rechtliche Träger und Betreiber des Handy-Rücknahmesystems Mobile-Box. Sie führt die Handysammlung durch, bereitet geeignete Geräte für den Wiederverkauf auf und sorgt für das fachgerechte Recycling der Rohstoffe. Missio und das Kolpingwerk Deutschland bewerben und unterstützen als Kooperationspartner die Handysammlung von Mobile-Box im Rahmen der „Aktion Schutzengel – Familien in Not“.

So geht es: Alle SIM- und Speicherkarten aus dem Handy entfernen. Die Geräte incl. Akku und Rückschale abgeben.

Für jedes Handy erhält missio einen Anteil des Erlöses für Hilfsprojekte im Kongo. Das Kolpingwerk unterstützt mit seinem Anteil des Erlöses die Bekämpfung von Fluchtursachen.
So kann jeder Handynutzer den Menschen etwas zurückgeben, die die Leidtragenden in diesem System sind. 

Die Kolpingfamilie Glandorf hat in der Katholischen öffentlichen Bücherei in Glandorf, Parkring 9 eine Aktionsbox aufgestellt, in der die ausgedienten Handys in bereitliegenden Aktionstüten gesammelt werden. Die Öffnungszeiten  der Bücherei sind Montags und Freitags von 15 – 17 Uhr, Mittwochs von 16 – 18 Uhr sowie Sonntags von 10 – 12 Uhr.

Teilnehmer an der Handyspendenaktion können ebenfalls profitieren: Im Rahmen eines Gewinnspiels werden unter allen volljährigen Personen, die an der Aktion teilnehmen, Verlosungen durchgeführt.; u.a. ist ein fair produziertes Handy zu gewinnen. 

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Glandorfer die Aktion unterstützen und damit eine Zeichen setzen für Nachhaltigkeit und Menschenrechte.     

Nachlese – Fahrschule mit der Kolpingfamilie

Am 26.09.2018 fand in der Fahrschule Ulrich Recker eine Auffrischung der Fahrschul-Theorie statt.
Nach dem Einstieg mit der Frage nach der Bedeutung verschiedener Schilder durch den
Fahrlehrer Ulrich Recker folgten interessante Fragen, wie z.B: was ist die sogenannte „Holland Oese“ ( die übrigens keiner der Teilnehmer beantworten konnte).
Im Verlaufe der etwa 2 Stunden wurden viele Fragen der Teilnehmer diskutiert und letztendlich vom Fahrlehrer beantwortet:
Zum Beispiel.

  • wer darf mit welchem Führerschein welchen Anhänger ziehen?
  • Vorfahrtregelung im Kreisverkehr mit Fußgängern und Radfahrern
  • Regelungen an Bushaltestellen
  • usw.

Der Spendenerlös dieses tollen Abends wird auf Wunsch von Wrich Recker durch die Kolpingfamilie Glandorf an die Verkehrswacht Glandorf übergeben.!

Dr. Florian Kossen und Prälat Peter Kossen fordern den Systemwechsel – jetzt!

„Menschen werden verschlissen und entsorgt“

Kossen Brüder
Prälat Peter Kossen (li.) und sein Bruder Dr. Florian Kossen

Dr. Florian Kossen, hausärztlich tätiger Internist in Goldenstedt, und Prälat Peter Kossen, Pfarrer in Lengerich, erheben schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen in der Fleischindustrie: „Menschen werden benutzt, verbraucht, verschlissen und dann entsorgt!“ Arbeitsmigranten aus Rumänien, Bulgarien und Polen behandelt Dr. Kossen täglich in seiner allgemeinmedizinischen Praxis. Sie arbeiten in Großschlachthöfen in Wildeshausen, Ahlhorn und Lohne. Was er sieht und hört, macht den Mediziner fassungslos und zornig. Die Totalerschöpfung der Patientinnen und Patienten ist fast schon alltäglich: „Viele arbeiten sechs Tage in der Woche und zwölf Stunden am Tag. Sie haben keine Möglichkeit der Regeneration, weil sie durch ihre Arbeits- und Lebensbedingungen ständig physisch und psychisch unter Druck stehen. Daraus resultieren eine ganze Reihe von Krankheitssymptomen: Von Überlastungsschäden im Bereich der Extremitäten und Wirbelsäule über psychovegetative Dekompensationen bis hin zu wiederholten bzw. hartnäckigen Infekten durch mangelhafte hygienische Zustände in den Unterkünften und gesundheitswidrige Bedingungen an den Arbeitsplätzen. Aber auch eine totale körperliche Erschöpfung, wie ich sie in meinen 20 Jahren ärztlicher Tätigkeit vorher selten gesehen habe.“ Arbeitsunfälle wie Schnittverletzungen seien an der Tagesordnung. „Häufig lassen sich die Verletzten aber nicht krankschreiben, weil ihnen vom Arbeitgeber ganz deutlich gesagt worden ist: Wer mit dem gelben Schein kommt, kann gehen. So geschehen bei einer Arbeiterin mit einer ca. 10 cm langen, mit Naht versorgten, Schnittwunde, die sie sich bei der Arbeit zugezogen hatte. Trotz mehrmaligen dringenden Anratens lehnte sie eine Krankschreibung ab.“ Verätzungen am ganzen Körper sieht Kossen bei Patienten, die für Reinigungsarbeiten in den Schlachthöfen keine ausreichende Schutzkleidung zur Verfügung haben und zudem unter hohem Zeitdruck arbeiten. „Das berichtete ein Mitarbeiter einer Reinigungskolonne auf einem Großschlachthof in Lohne, der sich, übersät mit ausgeprägtesten Verätzungen am ganzen Körper, in der Praxis vorstellte. Sämtliche Arbeiter der Reinigungskolonne, so berichtete er, hätten ähnliche Verätzungen, da es zwar Schutzanzüge gäbe, diese jedoch defekt und völlig unzureichend wären.“ Oft erzählen ihm Patienten von Kolleginnen und Kollegen, die aufgrund von Krankheit sofort aussortiert und ersetzt werden. Entsprechend hoch sei der Druck, trotz Krankheit und Schmerzen durchzuhalten. Prälat Peter Kossen ergänzt: „Der Nachschub von Arbeitskräften geht den Subunternehmern offensichtlich nicht aus. Dafür sorgt ein florierender Menschenhandel.“  Was den Arbeitern zugesagt worden ist und was sie bekommen, liegt oft weit auseinander. Kürzlich hat ein bulgarischer Werkvertrags-Arbeiter eines Großschlachthofs in Wildeshausen dem Arzt Kossen seine Lohnabrechnung gezeigt: 1200,- € für 255 geleistete Arbeitsstunden. „Zur Ausbeutung kommt die Demütigung: Du bist, deine Arbeitskraft ist, nicht mehr wert!“

Peter Kossen: „Die Fleischindustrie behandelt Arbeitsmigranten wie Maschinen, die man bei externen Dienstleistern anmietet, benutzt und nach Verschleiß austauscht.“ Weil in der Regel ein Großteil der Arbeiter (80% oder mehr) nicht beim Schlachthof angestellt ist, sondern bei einem Subunternehmer, bräuchten sich die Unternehmer der Fleischindustrie bei dieser Form moderner Sklaverei gar nicht die Hände schmutzig machen. Subunternehmen würden vielfach von Kriminellen nach Mafia-Art geführt; Drogenhandel, Frauenhandel und Zwangsprostitution gehörten zum „Geschäft“. Manchmal seien es auch nur Briefkastenfirmen, die bei Problemen vom Markt verschwinden und unter neuem Namen bald wiederauftauchen. „Mit Ausnahme weniger wie Brand in Lohne, Schulte in Lastrup oder Böseler Goldschmaus in Garrel weigern sich die Unternehmen, Verantwortung für die Arbeits- und Lebensbedingungen der eingesetzten Arbeitskräfte zu übernehmen“, so Kossen, „Und man lässt sie gewähren – auf Kosten der Gesundheit der Arbeiter und auf (Sozial-)Kosten der Allgemeinheit.“ Überall dort, wo Werkverträge und Leiharbeit das Mittel seien, um Arbeitskräfte wie Verschleißmaterial behandeln zu können, sei die Mitarbeiterfluktuation enorm hoch. Inzwischen würden die Arbeitskräfte aus immer ärmeren Regionen Osteuropas rekrutiert: „Erst waren es Menschen aus Polen, später aus Rumänien, Ungarn und Bulgarien, jetzt kommen sie aus Moldawien oder der Ukraine, dann ist ihr Einsatz nicht selten illegal“, weiß Kossen. Sein Bruder sieht jeden Tag in der Praxis, „dass diejenigen, die es trotz der Menschenschinderei schaffen, über mehrere Jahre durchzuhalten, chronische Leiden davontragen. Durch die harte körperliche Arbeit in feuchten und sehr kalten Räumen unter ständigem Druck, noch schneller zu arbeiten, ist auch der Stärkste irgendwann physisch und psychisch am Ende.“ Prälat Kossen ergänzt: „Durch die Arbeitszeiten sind die Betroffenen über Jahre hin nicht in der Lage, Sprachkurse oder Integrationsangebote wahrzunehmen. So sprechen viele kaum Deutsch. Rund um die Uhr haben sie bereit zu stehen, Arbeit wird häufig kurzfristig per SMS befohlen, Überstunden werden nicht selten spontan angeordnet.“ Die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in den Orten sei dadurch sehr erschwert. „Eine Integration der Arbeiter und ihrer Familien findet kaum statt. Parallelwelten sind entstanden.“ Ein Übriges tue die auf Abschottung angelegte Unterbringung. „Rattenlöcher, die zu Wuchermieten mit Werkvertragsarbeitern vollgestopft werden“, daran hat sich nach dem Eindruck der Brüder flächendeckend nichts verändert. „Die Verhältnisse entwickeln sich zurück“, ist Dr. Kossen überzeugt, und weist hin auf das, was Patienten ihm über ihre Wohnverhältnisse anvertrauen, und er nennt als ein Beispiel für viele eine Arbeiterunterkunft in Ellenstedt, bei der das ganz offensichtlich sei. „Wenn hier nicht Unternehmer und Staat und Kommunen für einen sozialen Wohnungsbau zusammenwirken und Lösungen schaffen, wird sich absehbar nichts ändern, und das Elend und die Abzocke nehmen ihren Lauf“, ist Prälat Kossen sicher. „Erzieherinnen erzählen mir von verstörten, verängstigten und geschwächten Kindergartenkindern, die in solchen Verhältnissen leben und aufwachsen. Manche verschlafen fast den ganzen Kindergartentag, weil sie nachts in den Unterkünften Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch und auch Prostitution miterleben.“ Es brauche einen Neuanlauf der Politik, um die Branche zu zwingen, für die eigenen Leute Verantwortung zu übernehmen und sich nicht zu verstecken hinter dubiosen Subunternehmen und Leiharbeitsfirmen. Selbstverpflichtungserklärungen der Fleischindustrie hätten allenfalls den Sklaventreibern Luft und Zeit verschafft, ihr menschenverachtendes Geschäft unbehelligt weiter zu betreiben. „Wenn der Rechtsstaat hier nicht völlig ad absurdum geführt werden soll, braucht es eine Behörde, die Recht und Gesetz durchsetzen kann. Die nicht, wie die Kontrollbehörden bisher, der Mafia machtlos hinterher schaut,“ sagt Peter Kossen. „Arbeitsabläufe müssen so gestaltet sein, dass sie die Gesundheit der Arbeitskräfte nicht ruinieren“, fordert Florian Kossen. „Wie lange will die Öffentlichkeit der menschenverachtenden, systematischen Ausbeutung noch zusehen?“

Florian und Peter Kossen fordern: „Das Ausbeuten und Verschleißen von Menschen muss ein Ende haben! Es braucht einen Systemwechsel – jetzt!“

Kolping – Weltgebetstag 2018

Der vorgesehene Kolping-Weltgebetstag am 19.10.2018 in Melle im Solarlux-Campus mit Bischof Bode wurde kurzfristig an einem anderen Ort (19.10.18, 19 Uhr) verlegt. Mehr dazu in unserem Terminkalendere oder mit klick auf diesem
Link: Lesen sie hier mehr zum Weltgebetstag

Zweitägige Fahrradtour der Kolpingfamilie

Die alle zwei Jahre stattfindende Fahrradtour der Kolpingfamilie Glandorf fand in diesem Jahr bei bestem Sommerwetter vom 30.6 bis 1.7. statt. Pünktlich um 8.30 Uhr trafen sich die Teilnehmer am Kolpingheim. Bunt gemischt mit konventionellen Fahrrädern und E-Bikes, machten sich die Aktiven gutgelaunt auf den Weg. Bis zum Sonntagabend sollte eine Strecke von 127 km absolviert werden. Das Ziel sollte in diesem Jahr Ahlen in Westfalen sein.

In Schwege legten wir eine kurze Pause in der Schutzhütte auf dem neu gestalteten Dorfplatz ein. Dieser Platz ist sogar mit Ladestationen für E-Bikes ausgestattet, die zu diesem Zeitpunkt natürlich noch keiner in Anspruch nehmen musste.

Weiter ging es über gut befahrbare Nebenstraßen nach Ostbevern, wo wir unsere erste größere Pause bei Kaffee oder Cappuccino im örtlichen Eiscafe einlegten.

Nachdem ausreichend Sonnenschutzcreme aufgetragen wurde, machten wir uns weiter auf den Weg entlang der Ems zu einem Zwischenhalt in Telgte, wo im Ort bereits Vorbereitungen für die eine Woche später stattfindende Osnabrücker Wallfahrt getroffen wurden.

Danach führte uns die Reise zu unserem Mittagsdomizil in das Restaurant & Cafe „Der Strandhof“ im Münsteraner Stadtteil Wolbeck direkt an der Werse. Bei sehr gutem Essen und kühlen Getränken im gemütlichen Biergarten konnte sich jeder ein wenig ausruhen. Es entwickelten sich schnell anregende Gespräche unter den Teilnehmern, die aber nach einer Stunde unterbrochen werden mussten, da wir noch viele Kilometer vor uns hatten.

Jetzt radelten wir direkt entlang der Werse in schönster Natur Richtung Süden nach Albersloh, wo an den festlich geschmückten Straßen erkennbar war, dass dort das diesjährige Schützenfest stattfindet. Nach einem Eis auf der Hand ging es aber weiter über Sendenhorst zu unserem Ziel, dem traditionsreichen Hotel „Zum Wersehof“ in Ahlen.

75 km waren nun geschafft. Nachdem die Zimmer bezogen waren, freuten sich alle auf das leckere Abendessen im Hotel. Schnell waren die Anstrengungen der Fahrradtour vergessen, es entwickelte sich ein sehr unterhaltsamer Abend mit vielen Gesprächen bei kühlen Getränken. Offen für regionale Spezialitäten, konnten wir den aus der Nähe von Ahlen stammenden Magenlikör mit dem interessanten Namen „Nordsturm“ verkosten. Dieser war zum Abschluss des Abendessens eine willkommene Abrundung.

Nach einem ausgiebigen Frühstück traten wir am nächsten Morgen den Rückweg an. Dieser führte uns über Vorhelm durch eine schöne Landschaft in den Ortskern von Enniger. Dort freuten wir uns auf eine Rast in der Gaststätte Lindenhof, denn auf der Heimreise blies uns ein doch recht starker Gegenwind ins Gesicht.

In Freckenhorst haben wir die Gelegenheit genutzt, die Stiftskriche St. Bonifatius zu besichtigen. Diese Kirche in romanischer Baukunst wurde im Jahr 1129 geweiht. Die aus unbearbeiteten Bruchsteinen erstellte Kirche dominiert mit ihrem imposanten Erscheinungsbild den mittelalterlichen Ortskern. Der von einem Innenhof von der Kirche getrennte Kreuzgang ergänzt das harmonische Gesamtbild.

Nach dieser kulturellen Pause erwartete uns in Warendorf ein weiteres Highlight. Im Garten eines befreundeten Ehepaares, welches seit einigen Jahren die Kolpingradtouren begleitet, wurden wir zu selbstgemachtem Erdbeerkuchen mit Sahne eingeladen. Gerne nahmen wir dieses Angebot an, zumal es sich unter dem großen Sonnenschirm bei Kaffee und Kuchen wunderbar entspannen ließ. Die Kolpingfamilie Glandorf bedankt sich hiermit nochmals ganz herzlich bei den Gastgebern für das geleistete Engagement.

Das letzte Teilstück führte uns dann an Sassenberg und Füchtorf vorbei zurück zum Glandorfer Kolpingheim. Dort waren alle Teilnehmer zufrieden mit der schönen und abwechslungsreichen Radroute, der tollen Gemeinschaft sowie der Tatsache, dass es keine nennenswerten Fahrradpannen gab.

Kolpingsfamilie Glandorf beteiligt sich an Zukunftsprozess des Kolpingwerkes

PRESSE- UND MEDIENINFORMATION

In Osnabrück haben rund 230 Teilnehmende eines Regionalforums über die Neuausrichtung und Öffnung des Kolpingwerkes Deutschland diskutiert. Auch die Kolpingsfamilie Glandorf war mit 3 Delegierten vertreten. „Der hohe Beteiligungsgrad freut mich sehr. Es war definitiv ein gewinnbringender Tag mit vielen tollen Impulsen“, resümierte eine Teilnehmerin.

Mit den bundesweit stattfindenden Regionalforen hat der 1850 gegründete Sozialverband ein interaktives Format entwickelt. Es ermöglicht allen interessierten Mitgliedern, im Rahmen eines vom Bundesvorstand angestoßenen Zukunftsprozesses zu Wort zu kommen. Die Veranstaltungen leiten dabei die zweite Phase des Erneuerungsprozesses „Kolping Upgrade… unser Weg in die Zukunft“ ein, der bereits im vergangenen Jahr mit einer Mitgliederumfrage gestartet war. Eine konkrete Marschrichtung für die zukünftige Verbandsentwicklung soll dann im Jahr 2020 durch die Bundesversammlung beschlossen werden.

Die ersten fünf von insgesamt 20 Regionalforen haben bereits tolle Ergebnisse geliefert. Auch in Osnabrück brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen und persönliche Meinungen unter reger Beteiligung in die Diskussion mit ein.

Hohe Beteiligung und Mut zur Veränderung

Um den gemeinsamen Austausch zu fördern, kamen während des Regionalforums vielfältige Methoden zum Einsatz: Während Einzelreflexionen konzentriert abliefen, wurde im Zuge von Gruppenarbeiten lebhaft diskutiert und meinungsfreudig auf Plakatwänden argumentiert. Nachdem einige Personen nach eigener Aussage eher skeptisch angereist waren, konnten so alle Teilnehmenden aktiv mitwirken und voller Begeisterung die Rückreise antreten. „Mir ist heute zum ersten Mal klargeworden, dass ich stolz bin, bei Kolping zu sein“, so ein Teilnehmer. Eine andere Stimme: „Wir konnten mitarbeiten, und nicht alles wurde – wie oft üblich – vorgesetzt.“

Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Regionalforen dabei vor allem in einem Punkt: Auch wenn es Mut zu notwendigen Veränderungen braucht, wird das Kolpingwerk weiterhin Gesellschaft und Kirche aktiv mitgestalten. Der Zukunftsprozess wird gelingen, denn: „Kolping lebt!“

Bildmaterial

http://www.bilddatenbank.kolping.de/?c=268&k=668e69c4f2

Vortrag zum Thema „Pflege“ mit lebhafter Diskussion

Am 12.03.2018 lud die Kolpingfamilie Glandorf zu einem Vortragsabend in das Kolpingheim ein.

Frau Dipl.-Betriebswirtin Beate Dünnebacke vom Beratungsdienst Geld und Haushalt referierte an diesem Abend zum Thema „Wie man die Pflegezeit finanziell meistert“. Die Dozentin führte zu diesem komplexen Thema versiert durch die einzelnen Themengebiete. Durch die praxisnahen Ausführungen entwickelte sich im Publikum eine lebhafte und interessante Diskussion.

Die Referentin führte aus, dass Männer im Durchschnitt das 78. Lebensjahr erreichen. Frauen leben hingegen 5 Jahre länger. Demzufolge sind 2 von 3 pflegebedürftigen Personen auch Frauen. Die Einstufung der Pflegebedürftigkeit erfolgt in 5 Pflegegrade, welche eine Einordnung von geringer bis schwerster Beeinträchtigung ermöglichen. Die Festlegung des Beeinträchtigungsgrades erfolgt durch den medizinischen Dienst, welcher anhand eines ausgeklügelten Punktesystems erfolgt. Hilfreich ist hierbei die Vorlage eines Pflegetagebuches, in dem der tägliche Pflegeaufwand genau vermerkt wird. Sofern der Betroffene mit der anschließenden Pflegegradeinstufung nicht einverstanden ist, kann er Widerspruch einlegen und bei Ablehnung des Widerspruchs auch Klage vor dem Sozialgericht einreichen. Dieses ist für den Kläger kostenlos.

Bei der Pflege wird zwischen der häuslichen sowie der vollstationären Pflege unterschieden. Die Pflege im häuslichen Bereich kann entweder durch Familienangehörige und Freunde oder durch professionelle Pflegekräfte in Form eines Pflegedienstes erfolgen. Die Referentin erläuterte, dass die Betreuung durch Familienangehörige von der Pflegekasse mit einem monatlichen Pflegegeld von € 316,- (Pflegegrad 2) bis € 901,- (Pflegegrad 5) vergütet wird.  Engagiert man einen professionellen Pflegedienst, rechnet die Pflegekasse direkt mit dem Pflegedienst ab. Hier betragen die Leistungen je nach Pflegegrad monatlich € 689,- (Pflegegrad 2) bis € 1.995,- (Pflegegrad 5). Auch eine Kombination von beiden Pflegemöglichkeiten in der häuslichen Pflege sind möglich.

Die vollstationäre Pflege bedeutet die Unterbringung des Patienten in einem Pflegeheim. Die Kosten hierfür setzen sich zusammen aus dem Pflegesatz, den Kosten für Verpflegung des Patienten sowie den Ausbildungs- und Investitionskosten des Hauses. Die Investitionskosten bedeuten hier den Aufwand zur Erhaltung des Gebäudes.  Die Leistungen der Pflegekasse belaufen sich je nach Pflegegrad zwischen monatlich € 125,- und € 2.005,-. Frau Dünnebacke betont, dass nach Einführung der fünf Pflegegrade der zu zahlende Eigenanteil im gleichen Haus unabhängig vom Pflegegrad immer gleich ist. Unterschiede bestehen jedoch zwischen den jeweiligen Pflegeheimen. Der Eigenanteil beträgt durchschnittlich ca. € 1700,- monatlich. Ist der Bedürftige nicht in der Lage, diese Kosten durch sein Einkommen bzw. Vermögen zu tragen, springt grundsätzlich das Sozialamt ein. Hierbei, so betont die Referentin, ist es wichtig zu wissen, dass auch Kinder der zu pflegenden Person vom Sozialamt zur Zahlung verpflichtet werden können. Ob und in welcher Höhe diese hierbei in Anspruch genommen werden können, hängt von den jeweiligen Einkommens- und Lebensverhältnissen ab und muss individuell unter Berücksichtigung von Freibeträgen ermittelt werden. 

Nach ca. zwei Stunden endete die informative Veranstaltung unter Beifall des Publikums.

Norbert Hagedorn

2-tägige Kolping-Fahrradtour

2-tägige Kolping-Fahrradtour für alle Interessierten vom 30.06. – 01.07.2018

In diesem Jahr bietet die Kolpingfamilie wieder eine zweitägige Radtour für alle, die gerne mit dem Rad in der Natur unterwegs sind. Wir fahren in gemütlichem Tempo von ca. 15 km/h auf radfahrerfreundlichen Strecken.

Abfahrt ist am 30.06. um 8.30 Uhr am Kolpingheim. Gegen 17.00 Uhr ist die Ankunft am Hotel geplant. Die reine Fahrzeit beträgt ca. 4 Stunden, so dass genügend Zeit für Pausen zwischendurch vorhanden ist. Gefahren werden kann mit konventionellen Fahrrädern oder E-Bikes.
Jeder, der gerne in Gemeinschaft unterwegs ist, kann sich bei Norbert Hagedorn -Tel. 05426/2827-, Norbert Hülsmann -Tel. 05426/3112- oder Günter Schäfer -Tel. 05426/1756 anmelden bzw. weitere Informationen einholen. 
Das Ziel wird jedoch nicht verraten.

Damit wir die Hotelübernachtungen buchen können, benötigen wir verbindliche Anmeldungen bis zum 29.04.2018.