Archiv der Kategorie: Information

Deutschland vor der Bundestagswahl 2017

Zur Vorbereitung auf die Bundestagswahl am Sonntag, 24. September 2017 laden gemeinsam die KAB Glandorf und die Kolpingfamilie Glandorf zu einem politischen Abend am Mittwoch, 06. September 2017, 19:30 Uhr, im Gasthof Buller, Münsterstraße 41, 49219 Glandorf, ein. Jedermann ist herzlich willkommen.

Bei der Bundestagswahl 2017 sind laut Bundeswahlleiter 48 Parteien zugelassen. Bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2013 waren es nur 34.

Herr Andreas Luttmer-Bensmann, Bundesvorsitzender der KAB Deutschland gibt einen Überblick über die Positionen der kath. Verbände. Ein Schwerpunkt bildet das Rentenmodell der kath. Verbände. Es schließt sich eine offene Diskussion zu aktuellen bundespolitischen Fragen an.

Martin Peters von der KAB moderiert die Veranstaltung.

Vortrag zum Thema „Demenz“ war gut besucht

Am 20.03.2017 lud die Kolpingfamilie Glandorf zu einem Vortrag in das Kolpingheim ein. Als Dozentin konnte die examinierte Altenpflegerin Sonja Schoppmann gewonnen werden. Die aus Milte stammende Expertin ist Dipl.-Pflegewirtin, Beauftragte für das Qualitätsmanagement in Altenpflegeheimen sowie ausgebildete Märchenerzählerin für Menschen mit Demenz.
Insgesamt 25 Teilnehmer verfolgten aufmerksam den praxisorientierten Ausführungen der Dozentin.
Etwa 1,5 Millionen Menschen mit einer demenziellen Erkrankung leben in Deutschland. Da die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt, nimmt auch die Anzahl der noch immer nicht heilbaren Krankheit zu. Wer sich entscheidet, einen demenzkranken Angehörigen zu pflegen, stellt sich einer großen Herausforderung und ist dabei auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.
Sonja Schoppmann erläuterte, dass es sich um eine Erkrankung des Gehirns handelt, die sich zunächst auf das Kurzzeitgedächtnis auswirkt, im Laufe der Zeit aber auch mehr und mehr Einfluss auf das Langzeitgedächtnis nimmt. Zwei Drittel aller Demenzen sind Alzheimererkrankungen. Typische Symptome sind z. B. das Vergessen kurz zurückliegender Ereignisse, Schwierigkeiten bei Ausführung gewohnter Tätigkeiten oder das Verlegen von Gegenständen. Typisch ist lt. Aussage der Referentin auch die fehlende Erinnerung an Personen, z. B. die eigenen Kinder. Der Demenzkranke kann sich aufgrund der Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses dann z. B. nur noch an die Schulzeit der eigenen Kinder erinnern und meint, das Kind wäre auch heute noch 10 Jahre alt.
Frau Schoppmann hält es für wichtig, dem Demenzkranken auf Augenhöhe zu begegnen und nicht belehrend auf ihn einzureden. Jeder sollte verstehen, dass der Erkrankte es nicht besser kann und Kritik ihn nur zusätzlich belastet. Gespräche mit dem Betroffenen z. B. über seine damalige berufliche Tätigkeit können ihn jedoch geistig aufleben lassen, da er sich daran genau erinnern kann. Genauso ist das Vorlesen von Märchen durchaus eine sinnvolle Tätigkeit, da sich der Demenzbetroffene hieran ebenfalls meistens gut erinnern und die Texte selber mitsprechen kann.
Somit kann die Betreuung und Pflege eines demenzkranken Angehörigen eine große Herausforderung sein und man sollte sich nicht scheuen, qualifizierte Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn auf eines muss lt. Schoppmann unbedingt geachtet werden: Die physische und körperliche Belastung der betreuenden Angehörigen nicht zu groß werden zu lassen. Denn damit ist keinem der Beteiligten geholfen.
Passend hierzu hat die Bundesregierung mit dem inzwischen umgesetzten Pflegestärkungsgesetz II die Pflegebedürftigkeit neu definiert und mit der Einführung von 5 Pflegegraden statt der bisher geltenden 3 Pflegestufen dem zusätzlichen Betreuungsaufwand für Demenzkranke Rechnung getragen.
Norbert Hagedorn

Protokoll der Generalversammlung 2017

Sitzungsprotokoll der Generalversammlung
vom 27.01.2017

Protokollführer: Henk Hemmesmann

Tagesordnungspunkte:
Top 01: Begrüßung durch den Vorsitzenden Andreas Pues

Der Vorsitzende Andreas Pues begrüßt die anwesenden Mitglieder.
Die Beschlussfähigkeit wird festgestellt und die Tagesordnung angenommen.

 

Top 02: Bericht des Schriftführers André Dallmöller

Da André Dallmöller heute Abend verhindert ist wird der von ihm verfasste Bericht über das Jahr 2016 von Carsten Dieckhoff vorgetragen.

 

Top 03: Bericht der Kassiererin Bärbel Hülsmann

Die Kassiererin Bärbel Hülsmann berichtet über die Kassenlage der Kolpingsfamilie.

 

Top 04: Bericht der Kassenprüfer

Die Kassenprüfer berichten über die Kassenprüfung.

 

Top 05: Entlastung des Vorstandes

Die Kassenprüfer beantragen die Entlastung des Vorstandes. Diesem Antrag wird einstimmig, unter Enthaltung des Vorstands, zugestimmt.

 

Top 06: Wahlen

Der Vorstand steht zur Wahl. Da André Dallmöller das Amt des Schriftführers abgibt, wird Antonius Soetebeer als neuer Schriftführer vorgeschlagen.
André Dallmöller wird für einen Beisitzer-Posten vorgeschlagen.
Der anderen Vorstandsmitglieder stellen sich wieder für ihre bisherigen Ämter zur Wahl.
Die Vorgeschlagenen werden einstimmige, in Blockwahl, gewählt.
Die Kassenprüfer müssen neu gewählt werden. Es werden August Gründker und Hubert Kleine-Kracht vorgeschlagen, und einstimmig gewählt.

 

Top 07: Vorstellung des Jahresprogramms 2017

Andreas Pues stellt das Jahresprogramm der Kolpingsfamilie, das unter dem Motto „Gesundheit“ steht, vor.

 

Top 08: Bericht über die Nutzung des Kolpingheims

Andreas Pues berichtet über die Planung der Pfarrgemeinde zusammen mit der Kolpingsfamilie bezüglich der Nutzung des Kolpingheims während der Bauphase des Pfarrheims.
Der Antrag an die Generalversammlung, folgenden Beschluss des Vorstands zustimmend zur Kenntnis zu nehmen, wurde einstimmig zugestimmt.
Beschluss des Vorstandes der Kolpingfamilie Glandorf vom 02.11.2016 zur Nutzung des Kolpingheimes durch Vereine und Verbände der Kirchengemeinde Glandorf während der Bau – und Realisierungsphase (übergangszeit) des Pfarrheimes:

  1. Die Kolpingfamilie stimmt den Planungen der Kath. KG zur Neugestaltung des Pfarrheimes grundsätzlich zu.
  2. Die Kolpingfamilie ist bereit, die Nutzung des Kolpingheimes für Veranstaltungen der Kirchengemeinde Glandorf und seiner Vereine und Verbände für die Bau – und Umgestaltungsphase (ca. drei Jahre) zu gestatten.
    Ein gemeinsames Reservierungskonzept mit der Kirchengemeinde wird angestrebt.
  3. Der Kolpingvorstand ist der Au assung, dass für die übergangszeit die Kirchengemeinde Glandorf den Aufwand, der durch die Nutzung Dritter entsteht, der Kolpingfamilie erstattet.
  4. Regelungen für Zeiten nach der Inbetriebnahme des neuen Pfarrheimes bedürfen der erneuten vertraglichen Abstimmung.
  5. Der Kolpingvorstand weist darauf hin, dass diese Vereinbarung der Genehmigung der Generalversammlung der Kolpingfamilie bedarf.

 

Top 09: Neue Satzung

Bereits in der Generalversammlung 2016 wurde über die Notwendigkeit einer neuen Satzung informiert. Dort wurden die beiden Entwürfe für das „Vorsitzenden-Modell“ und das „Leitungsteam-Modell“ vorgestellt, diese waren das letzten Jahr über auf unsere Homepage einsehbar. Norbert Hagedorn berichtete über die Unterschiede zwischen den beiden Entwürfen.
Der Vorstand stellt er Generalversammlung folgende Anträge:
1. Die Generalversammlung beschließt, für die Kolpingfamilie Glandorf das „Vorsitzenden Modell“ zu bestimmen.
2. Die Generalversammlung beschließt die neue Satzung.
Beide Anträge wurden einstimmig Angenommen.

 

Top 10: Verschiedenes

Werner Schulke hat eine vom langjährigen Kolpingers Josef Weber geschnitzte Holztafel mitgebracht und fragt ob sich dafür ein Platz im Kolpingheim finden lässt, dies wurde einstimmig bejaht.
Es wird Vorgeschlagen einen „Kolping Liederabend“ zu veranstalten.

 
Gez.: H. Hemmesmann (Glandorf, 24. Februar 2017)

Protokoll als PDF: Protokoll Generalversammlung 2017


Pressemitteilung des Kolpingwerkes Diözesanverband Osnabrück zu TTIP

PRESSEMITTEILUNG

Für Investitionen und Wohlstand – Erklärung des Kolpingwerk Diözesanverband Osnabrück zu TTIP

Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika verhandeln über eine transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership = TTIP). Ein Freihandelsabkommen mit dem Ziel, Handelshemmnisse abzubauen, Investitionen zu fördern, Wohlstand und Arbeitsplätze zu sichern, begrüßt das Kolpingwerk Diözesanverband Osnabrück ausdrücklich.

Mit Inkrafttreten von TTIP sehen wir eine gute Möglichkeit unsere Wirtschaft zu stärken und den Einfluss der EU als Wirtschaftsraum zu erhalten. Wer sich nicht verändert wird verändert. Da dies auch für wirtschaftliche Entwicklungen gilt, könnten wir uns gemeinsam mit den USA auf die neuen globalen Wirtschaftsmächte einstellen. TTIP darf aber nicht um jeden Preis abgeschlossen werden.

Aus Sicht des Kolpingwerkes Diözesanverband Osnabrück sind eine breite parlamentarische Diskussion und eine Ratifizierung durch das EU-Parlament unumgänglich. Dass die derzeitigen Verhandlungen weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, sehen wir sehr kritisch. Der Verbraucherschutz und insbesondere die hohen Standards in der Lebensmittelsicherheit müssen erhalten und gesichert werden.

Die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft müssen unberührt bleiben. Hier ist aus Sicht des Kolpingwerkes ein besonderes Augenmerk auf die Rechte von Arbeitnehmern sowie kleinen und mittelständischen Betrieben zu legen. Rechtsstreitigkeiten, die im Rahmen einer Freihandelszone auftreten können, müssen aus unserer Sicht an einem demokratisch legitimierten internationalen Handelsgerichtshof verhandelt werden. Rechtlich verbindliche Entscheidungen von kleinen Gremien, ausschließlich mit Fachleuten besetzt, lehnen wir ab.

Die Schaffung einer gemeinsamen Freihandelszone mit den USA darf nicht dazu führen, dass die Rechte der Mitgliedsstaaten eingeschränkt werden. Der Auftrag der Regierungen, Mensch und Umwelt zu schützen, darf in keiner Form eingeschränkt werden.

Personalität ist das Grundprinzip der christlichen Soziallehre. TTIP muss Freiheiten und Rechte der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Dort, wo die Chancen der Menschen erhöht und die Rechte gewahrt bleiben, begrüßen wir TTIP. Nachhaltigkeit ist uns wichtig, dabei setzen wir auf starke gemeinsame Standards.

Wir sehen die Generaldirektion Handel der EU-Kommission in einer besonderen Verantwortung. Als Kolpingwerk sind wir zur Zusammenarbeit, auch auf europäischer Ebene, bereit.

Salzbergen, 14.10.2015

Norbert Frische – Diözesanvorsitzender
Markus Kleinkauertz – Handlungsfeldleiter
Heinz Niehaus – Handlungsfeldleiter
Stefan Düing – Diözesansekretär
Markus Silies – Diözesansekretär

PRESSEMITTEILUNG

100 Tage Mindestlohn – Der Mensch steht im Mittelpunkt

Seit dem 01.01.2015 gilt in Deutschland der allgemeine und flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Mit der Einführung des Mindestlohnes wurde auch eine langjährige Forderung des Kolpingwerkes Deutschland und des Kolpingwerkes Diözesanverband Osnabrück erfüllt.

Nun, 100 Tage nach Einführung, stellen wir für den Bereich des Kolpingwerkes im Bistum Osnabrück eine breite gesellschaftliche Akzeptanz des Mindestlohnes fest. Besonders im Bereich des Niedriglohnsektors hat die Einführung zu einer Verbesserung des selbst erarbeiteten Einkommens und somit auch der Wertschätzung menschlicher Arbeit geführt. Für die kleinen und mittelständigen Unternehmen hat sich aus unserer Sicht zudem die Wettbewerbssituation z.B. im Bereich der öffentlichen Ausschreibungen verbessert.

In dieser Anfangsphase müssen wir aber auch zur Kenntnis nehmen, dass es in einigen Fällen Verstöße durch bewusst gewollte Aktionen von Unternehmen gibt, die den Mindestlohn nicht zahlen. Bei den betreffenden Unternehmen und Einrichtungen entwickelt sich auf diesem Gebiet eine erstaunliche Kreativität. Die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohnes einhergehend mit einer zusätzlichen physischen und psychischen Belastung der Beschäftigten durch z.B. Straffung der Akkorde sehen wir als sehr kritisch an.

Das Handlungsfeld Gesellschaftspolitik und Arbeitswelt im Kolpingwerk Diözesanverband Osnabrück verurteilt dieses Vorgehen aufs Schärfste und ruft die betreffenden Unternehmen und Einrichtungen zur unbedingten Rechtstreue auf.
Zur Durchführung des gesetzlichen Mindestlohnes und Erhaltung der Wettbewerbsgleichheit sehen wir die Dokumentation von Arbeitszeit und Entgelt als notwendig. Bei der Umsetzung dieser Dokumentationspflicht besteht allerdings noch Handlungsbedarf. Beim derzeitigen hohen bürokratischen Aufwand sind neue Regelungen zu vereinbaren, um diese Dokumentation für Arbeitsgeber und Arbeitnehmer praktikabler zu machen.

In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass die Wirtschaft dem Menschen zu dienen hat und nicht umgekehrt. Grundvoraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens ist selbstverständlich betriebswirtschaftliches Denken und Handeln. Ohne gut ausgebildete, gesunde und motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bleiben diese Grundvoraussetzungen allerdings reine Theorie.

Wir rufen die Mitglieder des Kolpingwerkes auf, im eigenen Verbraucherverhalten sich für Produkte und Dienstleistungen zu entscheiden, die zu fairen Arbeitsbedingungen angeboten werden. Somit setzen wir aktiv ein Zeichen für faire Arbeitsbedingungen, denn es gilt nach wie vor: Der Mensch steht im Mittelpunkt!

Salzbergen, 20. April 2015

Norbert Frische – Diözesanvorsitzender
Markus Kleinkauertz – Handlungsfeldleiter
Stefan Düing – Diözesansekretär
Markus Silies – Diözesansekretär

PDF – Pressemitteilung 100 Tage Mindestlohn